geigerin(verfremdet) aufmacher für Kirche klingt 2012

„Kirche klingt“
2012

 

 

 

 

LOGO EKD-KonzertEinen beeindruckenden Beitrag zur Reihe „Kirche klingt 2012“, die im gesamten Jahr täglich Konzerte in verschiedenen Städten anbietet, leistete am Freitag, den 27.April die Bünder Kantorei unter ihrem Chorleiter Hans-Martin Kiefer. Als Stafetten-Nummer 118 der o.a. Reihe führte sie Werke von Mozart, Bach und eine Uraufführung speziell zu diesem Datum von Hans-Martin Kiefer unter dem Oberthema „Auferstehung“ auf. Begleitet wurde sie wie bei vielen anderen Konzerten vom Herforder Telemann-Collegium. Als Solisten traten Eike Tiedemann (Alt), Jörg Erler (Tenor), Andreas Jören (Bass), Jutta Potthoff (Sopran) auf.

IMG 8666Eike Tiedemann (Alt), Jörg Erler (Tenor), Andreas Jören (Bass), Jutta Potthoff (Sopran) v. lks.Die imposante Stimmung entwickelte sich schon bei der Mozartmesse in der gut besuchten Pauluskirche. Dieses eher kleinere Werk Mozarts stellt wegen des großen Choranteils durchaus Anforderungen an Chor und Solisten, die bravourös gemeistert wurden. Dann folgte die Uraufführung des Kieferschen Werkes, das einen großen Bogen zwischen gregorianischer und moderner Musik zu spannen vermochte. Ausgehend von einem über 1000jährigen Hymnus „Victimae paschalae laudes“ entfaltete sich in den nächsten Sätzen die Komposition zuerst orchestral, dann vokal. Hier ist besonders die Ballade hervorzuheben, die speziell für die weiche Altstimme Eike Tiedemanns geschrieben wurde und in beeindruckender Weise von ihr interpretiert wurde. Die Zuhörer lauschten gebannt dem Vortrag, der vom Choral des Chores beendet wurde. Man darf auf weitere Werke Hans-Martin Kiefers gespannt warten.

IMG 8570Als drittes Werk wurde das eher selten gespielte „Osteroratorium“ von Johann Sebastian Bach aufgeführt. Es passte einfach hervorragend in den thematischen Gesamtrahmen. In der hier aufgeführten Version waren es außer den beiden Choreinsätzen vor allem Arien und Recitative der Solisten, die bei den Zuhörern einen bleibenden Eindruck hinterließen. IMG 8629Das Gesamtarrangement der Werke und des Zusammenspiels von Chor, Orchester und Solisten war melodisch außergewöhnlich und besonders gelungen. Hier konnte sich Bünde mit seiner Pauluskirche einmal wieder auf besondere Art und Weise dokumentieren.

 

 

Die Programme und Besonderheiten jedes Konzertes der Reihe werden in einem besonderen „Werkbuch“ dokumentiert, das täglich weitergegeben wird und später sicher einen unwiederbringlichen Schatz aus „366+1“ Dokumenten birgt.

Nummer 118 aus Bünde hat einen besonderen Beitrag dazu geleistet.

Reinhild Niederkleine

www.ekd-366plus1.de